Eigene Äußerungen

Deutschland ist seit 1990 wieder vereint. Der Wunsch nach staatlicher Einheit war Ausdruck des nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls der Deutschen in Ost und West. Welche Bedeutung hat die emotionale Bindung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welches Fundament braucht eine für Zuwanderer offene Gesellschaft, die sich demokratischen und solidarischen Zielen verpflichtet fühlt?

„Kann es sein, dass in einem Teil des ›rechtsintellektuellen‹ Milieus fehlende Empathie gar nicht als Mangel empfunden wird? (…) Wer den Blick auf die Opfer verliert, beschädigt sich innerlich selbst – und lässt auf ein fragwürdiges Gesellschaftsbild schließen.”
Aus meinem Beitrag im Online-Magazin »GLOBKULT«, 03.02.2015

„Wer die Nation verteidigen will, muss sich in besonderem Maße mit dem Missbrauch der Nation auseinandersetzen.”
Aus meinem Beitrag in der Wochenzeitung »Junge Freiheit (JF)«, 04.09.1998

„Zur deutschen Identität gehört auch das Wissen um die Verbrechen des ‘Dritten Reiches’. ‘Auschwitz’ ist ein Symbol dafür. Wie sollen sich junge Deutsche zu dieser Verantwortung bekennen, wenn ihnen das Bekenntnis zur eigenen Nation abhanden gekommen ist?”
Aus meinem Beitrag in der Tageszeitung »Neues Deutschland (ND)«, 31.07.1998

„August Winnig, Carl Schmitt und manch anderer Held der »Konservativen Revolution« haben vor und nach 1945 moralisch versagt (…) Was sind das aber für »Patrioten«, die anderen Schuld zuweisen und sich selbst ausnehmen. Welches Format besaß dagegen der oft verkannte Willy Brandt. Als Emigrant, der sich leicht der historischen Verantwortung hätte entziehen können, bekannte er sich mit seinem Kniefall in Warschau ausdrücklich mitschuldig. Diese patriotische Haltung wurde ihm von den damaligen Konservativen jedoch nicht gedankt.“
Aus meinem Beitrag in der Wochenzeitung »Junge Freiheit (JF)«, 25.08.1995

„Ein solcher Antifaschismus wäre hilfreich. Er könnte jungen Rechtsradikalen helfen, sich von der Rechten zu lösen. Diese Hoffnung hatte auch Pier Paolo Pasolini, als er selbstkritisch sagte: »Wir haben nichts dazu getan, damit es gar keine Faschisten gäbe. Wir haben sie nur verurteilt und unser Gewissen mit unserer Entrüstung beruhigt; und je stärker und stolzer die Entrüstung war, um so ruhiger war das Gewissen. In Wirklichkeit haben wir uns gegenüber den Faschisten – ich meine vor allem die jungen – wie Rassisten benommen. Wir haben nämlich in Eile und ohne Erbarmen glauben wollen, dass sie von ihrer Herkunft her zu Faschisten prädestiniert wären.«“
Aus meinem Beitrag in der Zeitschrift »wir selbst«, 3/1984

„Das ökonomisch-soziale System und die nationale Frage lassen sich kaum von der Menschenrechtsfrage abtrennen. Das könnten wir durch ein Russell-Forum über die DDR lernen und damit auch etwas über unsere Lage in der BRD. Wir könnten lernen, was Sozialismus nicht ist, und damit einen Schritt weiter kommen, was Sozialismus sein soll.“
Aus meinem Beitrag in der West-Berliner Stadtillustrierten »Zitty«, Ausgabe 15/1979